Die Kutte "Quelle:http://beatmeister.ch/Dokumente/Bikerknigge.htm"
Der Ursprung der Kutte liegt, wie so oft, in den USA und war ursprünglich ein
Levi's Jeans-Jackett mit abgeschnittenen Ärmeln. Mittlerweile etablierte sich
jedoch auch die Lederweste als elegantere Version als Träger des Clubemblems. In
unseren Landen kann man feststellen, dass Lederwesten eher als schlichte Kutten
zum Einsatz kommen, vor allem, wenn das Colour eines Clubs mehr sagt und keiner
weiteren Erklärung bedarf.
Das Jeans-Jackett - ob mit oder ohne Kragen - ist wesentlich weiter verbreitet,
auch bei Free-Bikern sehr beliebt und wird nahezu immer mit Patches diverser
Clubs und Rallyes sowie Biker-Sprüchen überhäuft, mit Nieten bestückt und einem
Kettchen hier oder einem Pin da verziert.
"More is beautiful" zählt vielerorts. Andere suchen sich die Aufnäher
gewissenhaft aus und würden nie den Patch eines Clubs aufnähen, den sie nicht
persönlich kennen oder den Pin einer Veranstaltung anstecken, bei der sie nicht
waren. So "wächst" eine Kutte von Saison zu Saison und erzählt bereits nach ein
paar Jahren die Geschichte ihres Trägers.
Manche wollen jedoch nicht warten, sondern gleich wie ein Rallye-erprobter Biker
aussehen, nähen alles auf die Weste, was irgendwie nach Aufnäher aussieht,
reißen dafür überflüssige Teile runter und unterziehen alles mit Lötlampe und
Altöl einem künstlichen Alterungsprozeß. Irgendwie passt der Schwindel nicht zum
Bikertum. Die Kutte sollte "natürlich" wachsen, jeder Patch - auch unter Fluchen
- selbst aufgenäht werden, jede Niete selbst geschlagen sein.
Die Kutte ist ein Teil des Menschen, der darin steckt. Dieser Mensch sollte auch
wissen, dass kein anderes Kleidungsstück das Bikertum verkörpert, ob nun aus
Baumwolle, Leder oder Jute, mit zwei oder 200 Patches, mit Nieten oder Fransen.
Um diese "Visitenkarte" zu verstehen - und zwar als Träger und Betrachter -
sollten auch die Patches und Zeichen richtig gedeutet werden können.